Adaptogene Energienährstoffe

Den Begriff der Adaptogene stammte aus dem Jahr 1947 vom russischen Wissenschaftler Dr. Nicolai Lazarev. Der Arzt und Wissenschaftler bezeichnete damit spezifisch die Pflanzen, deren Inhaltstoffe die Resistenz des Körpers gegenüber Stress erhöhen und zudem gut verträglich und frei von Nebenwirkungen sind. Und im Gegensatz zu den Stimulanzien, wie z.B. bei Koffein von Kaffee, nach dem Absetzen keinen Wirkungsabfall ausweisen. Adaptogene Pflanzen sollen die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen physikalische, chemische, biologische und psychische Stressoren unterstützen. Nach der Definition von Dr. Nicolai Lazarev wurden damals nur wenigen Pflanzen eine adaptogene Wirkung zugeschrieben wie der Ginsengwurzel (Panax Ginseng), Taigwurzel (Eleutherococcus senticosus), Rosenwurz (Rhodiola rosea) und Schisandra-Beere (Schisandra chinensis).

In den 60er Jahren untersuchte der russische Wissenschaftler Dr. Israel I. Brekhman in seinen Forschungen verschiedene Pflanzen spezifisch nach adaptogenen Eigenschaften. Seine Forschungsergebnisse sind weltweit anerkannt und seitdem gilt er als Vater der Adaptogene. Auf dem Gebiet der organischen Medizin und biologisch aktiven Substanzen, hat sich Prof. Dr. Israel I. Brekhmann weltweit als Pionier und Forscher einen renommierten Namen geschaffen und er war ein angesehener Dozent an vielen internationalen Universitäten. Viele seiner Studien und Bücher über Adaptogene, wurden weltweit in verschieden Sprachen veröffentlicht. Für seine Forschungsarbeiten wurde er mit dem Lenin-Orden ausgezeichnet, der damals höchsten Auszeichnung in der damaligen Sowjetunion.

Heute gibt es zahlreiche Studien und Publikationen zum Thema der Adaptogene. In PubMed, der englischsprachigen Datenbank der National Library of Medicine (NLM/USA) sind unzählige wissenschaftliche Studien über das Thema der Adaptogene veröffentlicht. Im deutschsprachigen Raum sind qualifizierte Informationen hingegen noch nicht zahlreich zu finden.

Die Wirkeigenschaften der Adaptogene werden derzeit wie folgt definiert: Adaptogene sind naturreine Pflanzen in ihrem Ganzen. Adaptogene Pflanzen enthalten bioaktive Substanzen, welche den menschlichen Organismus gegen physischen und mentalen Stress schützen. Die Wirkstoffe der Pflanzen können sowohl belebend wie auch beruhigend wirken. Adaptogene sollen frei von schädlichen Nebenwirkungen sein. Adaptogene halten den Organismus in der Balance oder führen diesen wieder in ein natürliches Gleichgewicht. Während sie die Stressresistenz verbessern, tragen sie dazu bei, einige der häufigsten Stresssymptome wie Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen sowie Müdigkeit zu vermindern und das Immunsystem wirkungsvoll zu unterstützen. Adaptogene sollen eine ausgleichende Wirkung auf den Organismus haben, indem sie die Aktivität von überaktiven Systemen dämpfen oder die Aktivität von schwächeren Systemen fördern. Neuzeitlich bezeichnet man Adaptogene oft auch als Pflanzen mit Anti-Stress- und Anti-Aging-Potential. Weitere Studien zeigen, dass eine breite Vielfalt an Adaptogenen einen synergistischen Nutzen haben und so die Wirksamkeit verstärken und ergänzen können.

Derzeit gibt es kein internationales Register der Adaptogene und je nach Quelle gibt es auch Abweichungen. Deshalb haben wir nachstehend die bekannten, anerkannten und etablierten adaptogenen Pflanzen aufgeführt. Und in einer zweiten Rubrik, die in neuzeitlichen Publikationen genannten Pflanzen notiert, welche eine potentielle adaptogene Wirkung nachgesagt wird:

Traditionell etablierte Adaptogene

American Ginseng (Panax quinquefolius)
Panax Ginseng (Panax Ginseng C. A. Meyer)
Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) auch Siberian Ginseng
Ashwagandha bzw. Schlafbeeere (Withania somnifera) auch Indischer Ginseng
Indisches Basilikum (Ocimum tenuiflorum) auch Tulsi oder Holy Basil
Rosenwurz bzw. Rhodiola (Rhodiola rosea)
Schisandra-Beere bzw. Chinesisches Spaltkörbchen (Schisandra chinensis)

Neuzeitlich potentionelle Adaptogene

Tragant (Astragalus membranaceus)
Amla Beere oder Amalaki (Phyllanthus emblica)
Cordyceps Pilz (Cordyceps militaris, Cordyceps sinensis)
Dangshen (Codonopsis pilosula)
Guduchi (Tinospora cordifolia)
Vielblütiger Knöterich oder Foti (He shou wu) (Polygonum multiflorum)
Unsterblichkeitskraut oder Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum)
Echtes Süßholz oder Licorice (Glycyrrhiza glabra)
Gemeiner Bocksdorn oder Goji-Beere (Lycium barbarum)
Hai Er Shen oder Prince Ginseng (Pseudostellaria heterophylla)
Reishi Pilz oder Glänzender Lackporling (Ganoderma lucidum)
Saflor-Bergscharte oder Maralwurzel oder Hirschwurzel (Rhaponticum carthamoides)
Shatavari (Asparagus racemosus)
Mumijo oder Shilajit (Asphaltum punjabinum)
Shiitake Pilz (Lentinula edodes)
Maca oder Peru Ginseng (Lepidium meyenii)

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