Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe (Phytamine)

Die Natur bietet uns eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzen, welche über wertvolle Mikronährstoffe und hochwirksame sekundäre Pflanzenstoffe (Phytamine) verfügen. Diese Substanzen geben der Pflanze die individuelle Farbe sowie die Geschmacksnote und wirken als Schutzschild gegen schädliche Einflüsse. Auch in unserer Ernährung haben die Naturkräfte der Phytamine eine grosse Bedeutung. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass die bioaktiven Substanzen eine positive Wirkung auf unser Wohlbefinden haben und die sekundären Pflanzenstoffe lebenswichtige Bestandeile in der Ernährung sind und unsere Gesundheit langfristig erhalten oder verbessern können.

Nach Schätzungen soll es über 100‘000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe (Phytamine) geben, wobei nur etwa ein Drittel bekannt und erforscht sind und etwa 5‘000 bis 10‘000 in der menschlichen Nahrung vorkommen. Als Durchschnittsbürger nehmen wir über die tägliche Nahrungsaufnahme etwa 1,5 Gramm an sekundären Pflanzenstoffen zu uns. Je mehr Früchte und Gemüse wir essen, desto mehr sekundäre Pflanzenstoffe nehmen wir auf und die bioaktiven Substanzen können ihren positiven Nutzen in unserem Organismus entfalten. Bei einem Verzehr von täglich fünf Portionen Obst und Gemüse, würden wir etwas mehr als zwei Gramm an sekundären Pflanzenstoffen zu uns nehmen.

Das Wirkspektrum der sekundären Pflanzenstoffe ist so vielfältig wie die unzähligen Pflanzenstoffe. Im menschlichen Organismus nehmen sie über das Verdauungssystem einen positiven Einfluss auf die Zellregeneration und den Stoffwechsel oder als Moleküle bzw. Metaboliten einen positiven Nutzen in Organen und Geweben. Neuste Studien zeigen, dass sich die sekundären Pflanzenstoffe positiv auf die Konzentrationsfähigkeit und die Erinnerung sowie auf die Symptome neurodegenerativer Erkrankungen auswirken können.

Heute weiss man, dass in der Ernährung nicht die isolierte Substanz (z.B. das Lycopin der Tomate) ernährungsphysiologisch von Interesse ist. Sondern die Tomate oder das Fruchtmark als Ganzes, da sämtliche Vitalstoffe einer Pflanze koordiniert wirken und diese Substanzen optimal aufeinander abgestimmt sind und dadurch in ihrer Gesamtheit einen synergistischen und gesundheitsfördernden Wirkungseffekt haben. Vitamine und andere Mikronährstoffe können im Zusammenspiel mit den sekundären Pflanzenstoffen ihre bestmögliche gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Eine optimale Ernährung beinhaltet eine möglichst grosse Vielfalt an Pflanzen mit einem breiten Spektrum an Vitalstoffen.

Mögliches Wirkspektrum von sekundären Pflanzenstoffen (Phytaminen):
√ Antibiotisch (gegen Mikroorganismen)
√ Antikanzerogen (Krebsabwehr)
√ Antioxidativ (schützt den Organismus vor oxidativem Stress)
√ Antithrombotisch (gerinnungshemmend)
√ Apoptose (fördern Zelltod von Krebszellen)
√ Blutdruck regulierend
√ Energiefördernd und Leistungssteigernd
√ Entzündungshemmend
√ Fördern die Bildung neuer Nervenzellen
√ Fördern die Entgiftungsprozesse
√ Immunmodulierend (schützt das Immunsystem)
√ Positive Beeinflussung der kognitiven Fähigkeiten
√ Positive Beeinflussung vom Gemütszustand
√ Unterstützt den Stoffwechsel
√ Unterstützt die Zellregenration
√ Verringern Stress-Signale
√ Wirksam gegen altersbedingte Augenkrankheiten
√ Wirksam gegen Herz-Kreislauferkrankungen

Basierend auf der chemischen Struktur und den funktionellen Eigenschaften, werden die sekundären Pflanzenstoffe in verschiedene Haupt- und Untergruppen eingeteilt:

POLYPHENOLE

Polyphenole zählen wohl zu den am weitesten verbreiteten sekundären Pflanzenstoffen. Diese sind nicht einheitlich und basieren auf der Struktur des Phenols. Natürliche Polyphenole kommen als sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Farb-, Geruchs, Geschmacks- sowie Gerbstoffe in den Pflanzen vor. Polyphenole findet man insbesondere in den Randschichten und in Blättern von Pflanzen. Zu den Polyphenolen zählen die Phenolsäuren und die Flavonoide.

Vorkommen

Polyphenole sind im ganzen Pflanzenreich weit verbreitet. Der Gehalt an Wirkstoffen sowie die Art der Phenole, sind jedoch je nach Pflanze sehr unterschiedlich.

Wirkung

  • Antikanzerogen (gegen Krebserkrankungen)
  • Antioxidativ (schützt den Organismus vor oxidativem Stress)
  • Immunmodulierend (schützt das Immunsystem)
  • Entzündungshemmend
  • Wirksam gegen Herz-Kreislauferkrankungen
  • Wirksam gegen altersbedingte Augenerkrankungen

CAROTINOIDE

Viele Pflanzen, welche Carotinoide enthalten, erkennt man an den intensiven gelben oder roten Farben, aber auch in Blättern können Carotinoide vorkommen. Carotinoide sind auch im Eigelb sowie in Tieren zu finden. Momentan sind über 800 verschiedene Carotinoide bekannt und diese werden in Carotine und Xanthophylle unterschieden. Die nachstehende Carotinoide spielen eine wesentliche Rolle in unserem Organismus: β-Carotin, α-Carotin, Lycopin, β-Cryptoxanthin, Capsanthin, Lutein und Zeaxanthin. Bei vielen Carotinoiden ist eine Aktivität als Provitamin-A-bekannt, diese werden im menschlichen Stoffwechsel zu Vitamin A (Retinol) umgewandelt. Von allen Carotinoiden hat β-Carotin die grösste Aktivität als Provitamin A.

Vorkommen

Aprikosen, Brokkoli, Chicorée, Feldsalat, Fenchel, Grapefruits, Grünkohl, Holunder, Karotten, Kiwi, Kohl, Kürbis, Mais, Mango, Melonen, Orangen, Paprika, Pfirsiche, Spargel, Spinat, Süsskartoffeln, Tomaten...

Wirkung

  • Antikanzerogen (gegen Krebserkrankungen)
  • Antioxidativ (schützt den Organismus vor oxidativem Stress)
  • Immunmodulierend (schützt das Immunsystem)
  • Entzündungshemmend
  • Wirksam gegen Herz-Kreislauferkrankungen
  • Wirksam gegen altersbedingte Augenerkrankungen

FLAVONOIDE

Die Flavonoide sind neben den Phenolsäuren eine Untergruppe der Polyphenole. Flavonoide sind als Pflanzenfarbstoffe verantwortlich für die gelbe, rote, blaue und violette Farbe vieler Gemüse- und Obstarten sowie in Teeblättern. Flavonoide befinden sich hauptsächlich in den Randschichten der Pflanzen. Flavonoide habe mehrere Wirkungsmechanismen. Im Vordergrund stehen die Förderung der körpereigenen Abwehrmechanismen, die Eigenschaft als Radikalfänger sowie die unterstützende Wirkung bei der Zellregeneration und des Immunsystems. Inzwischen sind über 6‘000 Verbindungen bekannt, die man abhängig von der Grundstruktur in verschiedene Gruppen einteilt:

Flavanole (Catechin, Gallocatechin, Epicatechin, Epigallocatechingallat)
Flavanonole (Taxifolin)
Chalkone (Isoliquiritigenin, Xanthohumol)
Anthocyanidine (Cyanidin, Delphinidin, Malvidin, Pelargonidin, Peonidin, Petunidin)
Flavonole (Morin, Quercetin, Kaempferol, Myricetin, Fisetin)
Aurone (Aureusidin)
Flavone (Luteolin, Apigenin)
Flavanone (Hesperetin, Naringenin, Eriodictyol)
Isoflavone (Genistein, Daidzein, Licoricidin)

Vorkommen

Arnika, Auberginen, Äpfel, Beeren, Birkenblätter, Birnen, Buchweizen, Endivie, Ginkgoblätter, grüner Tee, Grapefruit, Grünkohl, Holunder, Kamillen, Karotten, Kirschen, Lärchenrinde, Mariendistel, Orangen, Pflaumen, schwarzer Tee, Peperoni, Rotwein, Sellerie, Soja, Süssholz, Tomaten, Trauben, Weissdorn, Zwetschgen, Zwiebeln...

Wirkung

  • Antikanzerogen (gegen Krebserkrankungen)
  • Schützt vor Herz-Kreislauferkrankungen
  • Antioxidativ (schützt den Organismus vor oxidativem Stress)
  • Immunmodulierend (schützt das Immunsystem)
  • Antibiotisch (gegen Mikroorganismen wirkend)
  • Antithrombotisch (gerinnungshemmend, schützt z.B. vor Thrombose)
  • Blutdruck regulierend
  • Entzündungshemmend
  • Neurologische Wirkungen (positiver Einfluss auf kognitive Fähigkeiten)

PHENOLSÄUREN

Die Phenolsäuren gehören zur Gruppe der Polyphenole. Phenolsäuren werden in zwei Gruppen aufgeteilt: Hydroxyzimtsäuren (z. B. Ferula- oder Kaffeesäure) und Hydroxybenzoesäuren (z. B. Gallus- oder Ellagsäure). Die Phenolsäuren kommen in Pflanzen vor und sind meist in den äußeren Schichten der Pflanzen konzentriert, da diese Stoffgruppe für die Pflanzen eine Schutzfunktion übernimmt und sie z.B. vor Schädigungen von Bakterien usw. schützt. Die Phenolsäuren sind vor allem bekannt für ihre antikanzerogene, antibakterielle und antioxidative Wirkung.

Vorkommen

Beeren, Baumnüsse, Grünkohl, Kaffee, Lavendel, Löwenzahn, Pekannüsse, Rotwein, Salbei, Spinat, Tee, Vollkorngetreide, Weisswein, Weisskohl, Zitronenmelisse...

Wirkung

  • Antikanzerogen (gegen Krebserkrankungen)
  • Antioxidativ (schützt den Organismus vor oxidativem Stress)
  • Antithrombotisch (gerinnungshemmend, schützt z.B. vor Thrombose)
  • Blutdruckregulierend
  • Antibakteriell

GLUCOSINOLATE

Die Glucosinolate oder auch Senfölglycoside gehören zur Stoffgrupe der Glycoside. Von den Glucosinolaten gibt es über 100 verschiedene chemische Strukturen. Glucosinolate kommen vorwiegend in den Pflanzenarten der Kreuzblütler bzw. Kreuzblütengewächse (z.B. Kohlgemüse) vor. Glucosiolate schützen die Pflanzen vor Fressfeinden und zeichnen sich aus durch einen leicht bitteren Geschmack. Im Fokus der wissenschaftlichen Krebsforschungen steht derzeit das Sulforaphan, welches vorwiegend im Grühnkohl und Brokkoli zu finden ist und welchem man eine antikanzeroge Wirkung zuspricht. Glucosinolate sind sehr hitzeempfindlich, d.h. beim Kochvorgang verringern sich diese Substanzen um 40 - 60%. Bei einer schonenden Trocknung (max. 40°) wird diese Reduktion der Inhaltstoffe vermieden. Die Glucosinolate haben vor allem eine immunstimulierende, antibiotische, antioxidative und antikanzerogene Wirkung.

Vorkommen

Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi, Kresse, Kurkuma, Radieschen, Rettich, Rosenkohl, Rotkohl, Rucola, Senf, Wasabi, Weisskohl…

Wirkung

  • Antikanzerogen (gegen Krebserkrankungen)
  • Antioxidativ (schützt den Organismus vor oxidativem Stress)
  • Immunmodulierend (schützt das Immunsystem)
  • Antibiotisch (gegen Mikroorganismen wirkend)

MONOTERPENE

Monoterpene sind eine Gruppe von chemischen Verbindungen, welche zu den Terpenen zählen. Die Duftstoffe der Monoterpene helfen den Pflanzen, Insekten für die Bestäubung anzulocken oder Feinde abzuwehren. Es sind über 900 Monoterpene bekannt und diese begleiten uns auch im Alltag. Limonen ist wohl eines der bekanntesten Monoterpene, welches in der Nahrungsmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie eingesetzt wird und seinen Ursprung vor allem bei den Zitrusfrüchten hat und als der am weitesten verbreite Aromastoff gilt. Die Monoterpene findet man vorwiegend in den Schalen der Pflanzen.

Vorkommen

Ananas, Aprikosen, Baldrian, Curry, Eucalyptus, Fenchel, Grapefruits, Ingwer, Koriander, Kümmel, Mandarinen, Oliven, Orangen, Pfefferminze, Rosmarin, Sellerie, Weintrauben, Zitronen...

Wirkung

  • Antikanzerogen (gegen Krebserkrankungen)
  • Cholesterin senkend
  • Antibiotisch (gegen Mikroorganismen wirkend)

PHYTOÖSTROGENE

Phytoöstrogene werden in drei Strukturklassen eingeteilt: Isoflavone, Lignane und Coumestane. Die Phytoöstrogene interagieren mit den menschlichen Östrogenrezeptoren und können dadurch die Aktivität der körpereigenen Östrogene nachahmen oder blockieren. So können Phytoöstrogene sowohl eine östrogene als auch eine anti-östrogene Wirkung ausüben. Hitzewallungen in den Wechseljahren, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und östrogenabhängige Krebsarten treten in asiatischen Ländern wie Japan und China im Vergleich zu westlichen Industrieländern seltener auf. Dieses Phänomen wird mit dem hohen Anteil an Phytoöstrogenen in der asiatischen Kost in Zusammenhang gebracht. Die in diesen Ländern größere Menge an Phytoöstrogenen in der Nahrung ist insbesondere auf den reichlichen Verzehr von Soja zurückzuführen. Einige dieser Eigenschaften werden derzeit kontrovers diskutiert.

Vorkommen

Sojabohnen, Sojamilch, Leinsamen, Hülsenfrüchte, Kürbiskerne, Getreidekleie, Rotklee, Tofu, Miso, Luzerne… in geringerer Konzentration sind sie auch enthalten in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten sowie in einigen Samen und Tees.

Wirkung

  • Antikanzerogen (gegen Krebserkrankungen)
  • Antioxidativ (schützt den Organismus vor oxidativem Stress)
  • Immunstimulierend (unterstützt das Immunsystem)
  • Blutdrucksenkend

PHYTOSTEROLE

Als Phytosterole wird eine Gruppe chemischer Stoffe bezeichnet, die als Grundbaustein eine so genannte Hydroxygruppe aufweisen. Phytosterole finden man vorwiegend in fettreichen Pflanzenteilen. Sie haben einen ähnlichen Aufbau wie Cholesterin, Was beim Menschen das Cholesterin ist, das sind bei Pflanzen die Phytosterole (auch Phytosterine oder Pflanzensterine), welche sich in den chemischen Strukturen ziemlich ähnlich sind. Cholesterin ist jedoch nur bei tierischen Nahrungsmitteln zu finden und Phytosterole ausschliesslich bei Pflanzen. Phytosterole spielen für den menschlichen Organismus eine große Rolle, da sie in der Lage sind den Cholesteringehalt im Blutplasma zu senken und damit das Risiko für Krankheiten wie Atherosklerose zu verringern. Wissenschaftlich wird zudem ein krebshemmender Effekt in Verbindung mit Phytosterolen in Verbindung gebracht.

Vorkommen

Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesamsamen, Weizenkeime, Sojabohnen, Sägepalmfrüchten…
In Kräutern wie z.B. Baldrian, Brennnessel, Löwenzahn…

Wirkung

  • Antikanzerogen (gegen Krebserkrankungen)
  • Cholesterin senkend

SAPONINE

Saponine haben für Pflanzen eine schützende Eigenschaft, da sie als Abwehrstoffe, Pilz- und Insektenbefall abzuwehren vermögen. Bei den Saponinen handelt es sich um bitter schmeckende Substanzen, die im Wasser zu einer starken Schaumbildung führen. In der Lebensmittelindustrie werden sie deshalb als Lebensmittelzusatzstoffe, beispielsweise als Schaumbildner in Bier oder alkoholfreien Erfrischungsgetränken, verwendet. Sapo, der lateinische Name für Seife führte auch zum Namen der Saponine. Ein besonderes Saponin ist das Glycyrrhizin, welches im Süssholz (Lakritze) enthalten ist und als einziger Stoff in dieser Gruppe einen süssen Geschmack entwickelt.

Vorkommen

Grüne Bohnen, Erbsen, Soja, Spinat, Spargel, Hafer Lakritze, Ringelblume, Thymian, Jiaogulan, rote Bete, Ginseng, Bacopa Monnieri….

Wirkung

  • Antikanzerogen (gegen Krebserkrankungen)
  • Antioxidativ (schützt den Organismus vor oxidativem Stress)
  • Antibiotisch (gegen Mikroorganismen wirkend)
  • Cholesterin senkend
  • Entzündungshemmend

SULFIDE

Sulfide sind schwefelhaltige Verbindungen die vorwiegend in Zwiebel- bzw. Liliengewächsen zu finden sind. Die bekanntesten Vertreter sind Knoblauch, Zwiebeln, Lauch und Schnittlauch. In der Pflanze sind die Sulfide für die Duft- und Aromastoffe verantwortlich und verleihen ihr den charakteristischen Geruch. Wissenschaftlich gut untersucht ist das Alliin, eine schwefelartige Aminosäure, welches in einer hohen Konzentration im Knoblauch vorhanden und für seine gesundheitsfördernde Wirkung bekannt ist.

Vorkommen

Knoblauch, Zwiebeln, Bärlauch, Schnittlauch, Zwiebeln...

Wirkung

  • Antikanzerogen (gegen Krebserkrankungen)
  • Antibiotisch (gegen Mikroorganismen wirkend)
  • Antioxidativ (schützt den Organismus vor oxidativem Stress)
  • Antithrombotisch (gerinnungshemmend, schützt z.B. vor Thrombose)
  • Blutdruck regulierend
  • Cholesterin senkend
  • Verdauungsfördernd

PROTEASE-INHIBITOREN

Bei den Protease-Inhibitoren handelt es sich um Substanzen, die proteinspaltende Enzyme hemmen und die ihrerseits aus Eiweißbestandteilen zusammengesetzt sind. Sie entfalten ihre Wirkung, indem sie an ein entsprechendes Enzym binden und verhindern, dass dieses mit dem Substrat reagiert. Protease-Inhibitoren werden nicht nur mit der Nahrung aufgenommen, sondern sie können auch vom Körper selbst gebildet werden, z. B. um Entzündungen zu kontrollieren. Viele Pflanzen enthalten eine oder mehrere solcher Verbindungen. Natürliche Proteaseinhibitoren sind oft selbst Peptide oder Proteine. Will man die positiven Wirkungen von Proteaseinhibitoren auf natürliche Weise nutzen, sollte man vor allem eiweißreiche pflanzliche Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Vorkommen

Sojabohne, Mungobohne, Kartoffeln, Erbsen, Erdnuss, Reis, Mais, Hafer, Weizen...

Wirkung

  • Antikanzerogen (gegen Krebserkrankungen)
  • Antioxidativ (schützt den Organismus vor oxidativem Stress)

Index / Übersicht sekundäre Pflanzenstoffe

Wirkungen der sekundären Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe A B C D E F G H I
Carotinoide            
Flavonoide  
Glucosinolate            
Monoterpene          
Phytoöstrogene            
Phytosterine          
Protease-Inhibitoren            
Saponine              
Sulfide  
A Antikanzerogen Antikanzerogene Substanzen, welche das Risiko einer Krebsentstehung vermindern, verhindern oder hinauszögern können.
B Antimikrobiell Antimikrobielle Substanzen, welche die die Vermehrungsfähigkeit oder Infektiosität von Mikroorganismen reduzieren, elimieren oder inaktivieren können.
C Antioxidativ Antioxidative Substanzen, welche schädliche freie Radikale elimieren, reduzieren oder verhindern sowie den Organismus vor oxidativem Stress schützen zu können.
D Antithrobotisch Antithrobotische Substanzen mit gerinnungshemmenden Eigenschaften, welche eine verstärkte Blutgerinnung vermindern können.
E Immunmodulation Immunmodulierende Substanzen, welche das körpereigene Immunsystem und Abwehrkräfte unterstützen können.
F Cholesterinsenkend Cholesterinsenkende Substanzen, welche den Cholesterinspiegel auf natürliche Weise senken.
G Blutdruckbeeinflussend Blutdruckbeeinflussende Substanzen, welche den Blutdruck auf natürliche Weise regulieren und für ein Gleichgewicht sorgen können.
H Entzündungshemmend Entzündungshemmende Substanzen, welche entzündliche Prozesse vermindern und verhindern und das körpereigene Immunsystem unterstützen können.
I Blutglucosebeeinflussend Blutglucosebeeinflussende Substanzen, welche den Blutzuckerwert auf natürliche Weise vermindern können.
Sekundäre Pflanzenstoffe Pflanzen
Carotinoide Aprikosen, Brokkoli, Chicorée, Feldsalat, Fenchel, Grapefruits, Grünkohl, Holunder, Karotten, Kiwi, Kohl, Kürbis, Mais, Mango, Melonen, Orangen, Paprika, Pfirsiche, Spargel, Spinat, Süsskartoffeln, Tomaten...
Flavonoide Arnika, Auberginen, Äpfel, Beeren, Birkenblätter, Birnen, Buchweizen, Endivie, Ginkgoblätter, grüner Tee, Grapefruit, Grünkohl, Holunder, Kamillen, Karotten, Kirschen, Lärchenrinde, Mariendistel, Orangen, Pflaumen, schwarzer Tee, Peperoni, Rotwein, Sellerie, Soja, Süssholz, Tomaten, Trauben, Weissdorn, Zwetschgen, Zwiebeln...
Glucosinolate Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi, Kresse, Kurkuma, Radieschen, Rettich, Rosenkohl, Rotkohl, Rucola, Senf, Wasabi, Weisskohl…
Monoterpene Ananas, Aprikosen, Baldrian, Curry, Eucalyptus, Fenchel, Grapefruits, Ingwer, Koriander, Kümmel, Mandarinen, Oliven, Orangen, Pfefferminze, Rosmarin, Sellerie, Weintrauben, Zitronen...
Phytoöstrogene Sojabohnen, Sojamilch, Leinsamen, Hülsenfrüchte, Kürbiskerne, Getreidekleie, Rotklee, Tofu, Miso, Luzerne… in geringerer Konzentration sind sie auch enthalten in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten sowie in einigen Samen und Tees.
Phytosterine Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesamsamen, Weizenkeime, Sojabohnen, Sägepalmfrüchten, Baldrian, Brennnessel, Löwenzahn…
Protease-Inhibitoren Sojabohne, Mungobohne, Kartoffeln, Erbsen, Erdnuss, Reis, Mais, Hafer, Weizen...
Saponine Grüne Bohnen, Erbsen, Soja, Spinat, Spargel, Hafer Lakritze, Ringelblume, Thymian, Jiaogulan, rote Bete, Ginseng, Bacopa Monnieri…
Sulfide Knoblauch, Zwiebeln, Bärlauch, Schnittlauch, Zwiebeln...

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